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Ökumenischer Weltgebetstag

..... die größte ökumenische Basisbewegung weltweit, seit 1887, heute in 170 Ländern

 

 

 

Ökumenischer

W E L T G E B E T S T A G

Wie viele Brote habt ihr ?

 

Ökumenischer

Gottesdienst

in Potsdam

 

Freitag

4. März 2010

21 Uhr

 

Französische Kirche

am Bassinplatz

 

Die Weltgebetstags-Liturgie wurde für dieses vorbereitet Jahr von Frauen aus Chile

.

Weltgebetstag bedeutet ...

Weltgebetstag bewirkt ...

Weltgebetstag in Potsdam

Weltgebetstag in D

Weltgebetstag weltweit

 

Die Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag 2011 kommt aus Chile, dem "letzten Winkel der Welt“, wie Chileninnen und Chilenen selbst ihr Land nennen.

:Die Schriftstellerin Isabel Allende nennt ihre Heimat Chile ein „spannelanges Land... wo alle Wege enden an dieser Lanze im Süden des Südens von Amerika, 4.300 km Berge, Täler, Seen und Meer.“ Dieser klimatisch sehr gegensätzliche Küstenstreifen wird von rund 16 Mio. Menschen bewohnt (ca.70% Katholiken, 15% Protestanten), die sich scharf in Reich und Arm sowie aufspalten. Im Gefolge des Spaniers Magellan, der 1520 das Land hinter den Anden „entdeckte“, wurde gegen die indigene Bevölkerung um Land und Lebensrechte gekämpft. Bis heute kämpfen die ca.10% indigener Einwohner , um ihre Rechte: die Aymaras ganz im Norden und vor allem die Mapuche im Süden.

Vom 19. Jh. an wurden Deutsche - überwiegend evangelisch-lutherischer Konfession – auf fruchtbarem Land der Mapuche angesiedelt. Vergessen ist das nicht. Auch andere dunkle Zeiten und vor allem die schlimmen Jahre der Militärdiktatur unter Pinochet von 1973 bis 1990 sind unvergessen und kommen auch in der Gottesdienstordnung zur Sprache.

 

 

Wie viele Brote habt ihr ?

Mit dem Thema des diesjährigen Weltgebetstags Wie viele Brote habt ihr? kommen die chilenischen Christinnen sogleich „zur Sache“: Ihr Christinnen und Christen weltweit – was habt ihr zu bieten? Was tut ihr gegen den Hunger in der Welt? Was und wo sind eure Gaben / eure Fähigkeiten, die ihr teilen und einsetzen könnt dort, wo sie gebraucht werden? So direkt ist uns schon lange kein Weltgebetstag mehr „zu Leibe gerückt“.

In der Gottesdienstordnung ist vorgesehen, dass die Gaben und Fähigkeiten aller Teilnehmenden im Gottesdienst aufgeschrieben, in Körben gesammelt und auszugsweise am Altar verlesen werden.

Wie viele Brote habt ihr? fragte Jesus seine Jünger, die ratlos vor den 5.000 Hungrigen standen und ermutigte sie zum gesegneten Teilen der geringen Brotvorräte. Und alle wurden satt. Diese Mutmachgeschichte aus dem Markus-Evangelium stellen die Weltgebetstagsfrauen in den Mittelpunkt ihres Gottesdienstes. .

 


 

Weltgebetstag 2010 in der Französischen Kirche

Bunte Seidentücher bilden eine Mittelinsel, darauf Teelichter, Kokosnüsse, Mangos und andere Früchte. Farbe kehrt ein, mit dem Weltgebetstag, der dem zentralafrikanischen Land Kamerun gewidmet ist. Zehn Frauen hatten sich zur Vorbereitung zusammengefunden, bunt gemischt aus vier Konfessionen: Gemeindemitglieder, Teilnehmer mit methodistischem oder freikirchlichem Hintergrund und katholische Gäste wie ich. Für manche ist der Weltgebetstag eine wichtige Tradition, eine Selbstvergewisserung, dass Frauen in der Kirche etwas zu sagen haben, nein, nicht nur etwas, sondern viel. Für andere ist er aufregend neu. Und noch etwas war neu: Nicht mehr im großen Rahmen in der Nikolaikirche wird in diesem Jahr gefeiert, sondern erstmals nachmittags in der Josephkapelle und abends um 21 Uhr in der Französischen Kirche, mit jeweils um die hundert Teilnehmern. Ein Experiment, noch improvisiert, aber erfolgreich – besonders die Jugendlichen haben sich im Nachgespräch nachdrücklich für späte Uhrzeit und neuen Ablauf ausgesprochen, ihr Kommentar war „cool“.

Draußen ist Nacht. Drinnen, in der Kirche, herrscht Licht, herrscht Farbe, mit Dias von großartigen Landschaften, von Steppen, Stränden, Berglandschaften, von Elefanten und Giraffen, vor allem aber von fröhlichen Frauen, bei der Erntearbeit, beim Gottesdienst. Frauen, die mitreißend lachen. Doch die Texte, die diese Frauen zusammengestellt haben, sprechen eine andere Sprache. Sie sprechen von der Rechtlosigkeit der Mädchen, die als Besitz der Familie und des künftigen Ehemanns betrachtet werden, die hart arbeiten müssen, oft keine Schulbildung erfahren. Die Texte sprechen vom täglichen Kampf ums Überleben, von Armut, von Naturkatastrophen, von AIDS. Die Texte sprechen vor allem aber, und das ist vor der düsteren Kulisse besonders eindrucksvoll, von unendlicher Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens. „Solange Atem in uns ist, hoffen wir. Und so singen wir voller Hoffnung, dass es besser wird“. Eine Botschaft, die an diesem Abend überall auf der Welt gehört wird: Alles, was Atem hat, lobe Gott.

Gesungen wird in der Französischen Kirche viel an diesem Abend, französisch, englisch, deutsch und in den Landesdialekten. Eine von den Jugendlichen der Gemeinde entworfene Pantomime illustriert die Lesung aus
der Apostelgeschichte, die Passage der Befreiung von Paulus und Silas, ein Ausbruch aus dem Gefängnis, der sich so gut in Verbindung setzten lässt zu Sklaverei und Menschenhandel, der besonders Mädchen in Afrika betrifft. Ein Bibliolog rätselt über die schwierige Lesung aus dem Buch Jesaja, die von Triumph, Krieg und Kampfeslust spricht, von einem Gott, der wie eine Gebärende stöhnen und hecheln kann und mit Dürre und Trockenheit droht. Viele Fragen bleiben. Doch spätestens zur Kollekte packt der Rhythmus alle, in einem Gabentanz rund um die bunte Mitte. Auch nach Ende des Gottesdiensts bleibt man zusammen, bei Mangosaft und afrikanischen Spezialitäten. Das Experiment scheint geglückt.

Es sind 440,- Euro zusammengekommen bei der Kollekte, die der Projektarbeit des Deutschen WGT- Komitees zugute kommen soll, das damit Projekte in den Ländern unterstützt. Die Runde war kleiner als in den vorangegangenen Jahren, intimer, intensiver. Ich bin Teil einer Gemeinschaft, die ihrerseits Teil eines großen Ganzen ist, in Potsdam, in Deutschland, in aller Welt. Im nächsten Jahr wieder. Das Land ist dann Chile.

Christina Tilmann

 

 

 

Weltgebetstag bedeutet "Informiertes Beten - betendes Handeln":

Die Liturgie des Weltgebetstags-Gottesdienstes wird jedes Jahr von Frauen eines anderen Landes verfaßt. So werden Hoffnungen und Ängste, Freuden und Sorgen, Gaben und Bedürfnisse geteilt.

Frauen bereiten sich auf verschiedenen Ebenen aber besonders vor Ort intensiv auf den Weltgebetstags-Gottesdienst vor.

Die ökumenischen Weltgebetstags-Gottesdienste, zu denen alle Menschen eingeladen sind, werden in etwa 170 Ländern in unzähligen christlichen Gemeinden stets am ersten Freitag im März jeden Jahres gefeiert.

Die Weltgebetstags-Bewegung bringt besonders Frauen unterschiedlicher Konfessionen, Kulturen und Nationen einander näher, erhöht ihr Verständnis füreinander und ist Ausgangspunkt gemeinsamer Aktionen über den Weltgebetstag hinaus.

Der Weltgebetstag bereichert durch Glaubenserfahrungen aus anderen Teilen der Welt. Frauen nehmen Anteil an den Lasten anderer, beten mit ihnen und für sie. Dadurch erkennen sie eigene Talente und nutzen sie füreinander.

Durch den Weltgebetstag werden Frauen gewahr, daß Gebete und Taten nicht voneinander zu trennen sind und das beides unermeßlichen Einfluß auf die Welt hat.

Mit den Weltgebetstags-Kollekten wird weltweite Solidarität geübt, indem vor allem Frauenprojekte gefördert werden und die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland unterstützt wird.

 

Kollektenverwendung und Projektarbeit des Deutschen Weltgebetstagskomitees

Jedes Nationalkomitee ist selbst für die Verwendung der Kollekte verantwortlich. der größte Teil der Kollektengelder, die bei den ökumenischen Gottesdiensten am 1.Freitag im März in Deutschland zusammenkommen, wird für Frauenprojekte in aller Welt verwendet.

 

Unterstützt werden Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, im Pazifik und in Osteuropa, die

von Frauen selbstverantwortlich durchgeführt werden,

die Lebenssituation von Frauen verbessern und

ihre Position in Kirche und Gesellschaft stärken.

Projekte aus dem Land, aus dem die Gottesdienstordnung kommt, werden dabei besonders berücksichtigt. Zum Teil wenden sich die Frauengruppen selbst an das Weltgebetstagskomitee, zum Teil werden die Projekte über internationale Organisationen, kirchliche Stellen oder Nichtregierungsorganisationen vermittelt. Oft geht es um Starthilfen, geeignete Projekte können aber auch bis zu drei Jahren gefördert werden. Inhaltlich geht es meist um

Bildung,

einkommensschaffende Maßnahmen,

Gesundheit und Beratung,

Gewalt gegen Frauen,

Verbesserung der Infrastruktur (z.B. Wasserversorgung),

Vernetzung, Organisation und ökumenische Zusammenarbeit.

Die Projektpartnerinnen berichten regelmäßig über ihre Arbeit und sind verpflichtet, die erhaltenen Gelder abzurechnen.

 

Auf diese Weise konnten in den letzten Jahren jährlich etwa 200 Projekte in rund 80 Ländern der Welt gefördert werden. Seit Beginn der Projektarbeit wurden von Deutschland aus über 3.400 Projekte in 120 Ländern unterstützt.

 

Ein weiterer Teil der Gelder geht in die Arbeit mit Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern, die sich aus der Flüchtlingsarbeit nach dem Krieg entwickelt hat und heute vom Bundesinnenministerium bezuschußt wird.

 

Ein kleiner Teil der wird für die Aufgaben des Komitees, der Arbeit der Geschäftsstelle in Stein, und einen international festgelegten Beitrag an das Internationale Weltgebetstagskomitee benötigt.

 

Das Wachstum der Weltgebetstagsarbeit in Deutschland zeigt sich auch am stetigen Wachsen der Kollekte:  1985 lag sie erstmals über drei Millionen, 1988 über vier Millionen und 1993 über fünf Millionen DM.

 

 

 

Ökumenische Gottesdienste am Weltgebetstag in der Region Potsdam

Frauen verschiedener Konfessionen laden ein:

Wie viele Brote habt ihr ?

Freitag 4. März 2011

Bornstedt, Ev.Gemeindehaus // 14:30 Uhr - Ribbekstraße 17

Potsdam, Sternkirche // 15 Uhr - Im Schäferfeld

Potsdam, Friedenskirche // 16 Uhr - Am Grünen Gitter

Bergholz-Rehbrücke, Ev. Kita // 19 Uhr - Weerthstraße 3

Glindow, Ev.Gemeindehaus // 19 Uhr - Dorfstraße 45

Potsdam, Versöhnungskirche im Kirchsteigfeld // 19 Uhr

Eiche, Ev.Kirche// 19:30 Uhr - Kaiser-Friedrich-Str.103

Potsdam, Französische Kirche am Bassinplatz// 21 Uhr

 

weitere Gottesdienste am Sonntag 6. März 2011

Babelsberg // 10 Uhr - Friedrichskirche
Inselkirche // 10 Uhr - Inselkirche Hermannswerder
Caputh // 10 Uhr - Gemeindehaus
 

 

 

Weltgebetstag(WGT) weltweit

 

Diese weltweit größte ökumenische Laieninitiative wird jedes Jahr am ersten Freitag im März gefeiert. "Informiertes Beten und vom Gebet durchdrungenes Handeln" ist überall das Motto des Weltgebetstages, an dem sich Frauen verschiedener christlicher Konfessionen aus über 180 Ländern beteiligen.

 

Gemeinsames Anliegen sind der Austausch und die sichtbare Gemeinschaft aller christlichen Frauen in der Welt. Darum werden die Gebete und die Texte dieses Tages immer von Frauen aus einem anderen Land vorgeschlagen und verfaßt. Die Gestaltung der Gottesdienste wird durch die aktuelle Lage in dem Land bestimmt, das die Gottesdienstordnung erstellt.

In den Wochen der Vorbereitung versuchen die Frauen möglichst viel über dieses Land und die Situation der Frauen dort zu erfahren.

Das Land, das Thema des Weltgebetstages ist, erhält auch einen großen Teil der Kollekte. Damit werden Frauenprojekte gefördert, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten sollen:  Brunnenprojekte, Gelder für Landbau oder Nähkurse, Alphabetisierungsprogramme und Bildungseinrichtungen, die die Situationen der Frauen verbessern, ihre Eigenständigkeit und ihr Selbstbewußtsein stärken.

 

Seinen Ursprung hat der Weltgebetstag in den USA. 1884 rief die Presbyterianerin Darwin James zu einem Gebetstag für die Innere Mission auf. Sie gab damit ihrer Überzeugung Ausdruck, daß diejenigen, die beharrlich und beständig beten, zu Anwälten der Machtlosen werden können.

Zwei Baptistinnen, Peabody und Montgomery, riefen drei Jahre später zu einem Gebetstag der Äußeren Mission auf, "bedrängt von der Einsicht, wie wenig die bisherige Erziehung die Frauen für die Aufgaben der Zukunft ausrüste".

Die beiden Gebetstage wurden dann zu einem Gebetstag zusammengefügt, der sich zunächst in den Nachbarländern, dann aber auch in Europa und den anderen Kontinenten ausbreitete.

Seit 1927 gilt dieser Tag als Weltgebetstag der Frauen.

Kennzeichnend für diesen Tag ist, daß die Bewegung, das gemeinsame Handeln vor der Organisation rangiert.

 

Die einzelnen Komitees, die heute den Weltgebetstag organisieren und seine Ordnungen festlegen und verschicken, entstanden erst, nachdem die große Zahl der Interessentinnen eine zentrale Organisation nötig machte. Das Internationale Weltgebetstagskomitee , das wiederum in nationale und regionale Gruppen gegliedert ist, legt jeweils für vier Jahre die Themen für den weltweiten Gebetstag fest. Dabei sollen gemeinsame Anliegen von Frauen aufgegriffen werden, die weltweit Bedeutung haben. Die Themen müssen außerdem biblisch begründet, leicht übersetzbar und motivierend sein.

 

 

 

  Die Güte bricht sich Bahn

Paul Ricoeur

 

Bund für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit 

Hauptversammlung des Reformierten Weltbundes  (jetzt Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen)

 

Links für eine bessere Welt 

 

 

 

 

       

 

       

 

 

 

   

 

Stand: 07. April 2011

 

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