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Feste in unserer Gemeinde

.... neben den "üblichen" christlichen

 

An christlichen Feiertage feiern wir teilweise über die Gottesdienste hinaus gemeinsam (z.B. Pique-nique im Gemeindegarten nach dem deutsch-französischsprachigen Himmelfahrtsgottesdienst). Darüberhinaus sind in der Gemeinde gegenwärtig folgende Feste etabliert:

Häupterversammlung/Assemblée des Chefs de familles   oder Gemeindeversammlung zum Kirchenjubiläum am 23.September

Das Ester-Fest Anfang November 

Gemeindegartenfest

 

Desweiteren gibt es gemeinsame Feste der Reformierten in der Landeskirche:

Reformierte Dampferfahrt / Sommerfest / Gemeindetag

Das Réfuge-Fest Ende Oktober 

 

 

  Reformierte Dampferfahrt / Reformiertes Sommerfest / Reformierter Gemeindetag

 

Samstag

12.September 2015

 

Reformierter

Gemeindetag

des

Reformierten Kirchenkreises

in

Potsdam

 

Teil 1 // 10-14:30 Uhr
Willkommen an Bord 10:30 – 14:30 Uhr

Vier Stunden große Inselrundfahrt um Potsdam

bis 10:15 Uhr Ankommen am Kai der Weissen Flotte Potsdam, nahe Potsdam Hbf
 

Teil 2 // 14:30 - 17:30 Uhr
Stadtbummel durch die Historische Innenstadt
Die Kopie des zweiten Potsdamer Stadtschloss - ceci n’est pas un château – dies ist kein Schloss

St. Nikolaikirche Potsdam

15:30 Uhr Andacht in der Französischen Kirche in Potsdam

Holländisches Viertel in Potsdam - Willkommen im Gemeindehaus der Französisch-Reformierten
Gemeinde - Besichtigung vom Hugenottengarten – Kaffeeabendbrot (d.h. Süßes und Herzhaftes)
Sonderöffnung Eine – Welt - Laden in der Französisch-Reformierten Gemeinde
 

Teil 3 // 18 - 19:15 Uhr
18.00 – 19.15 Uhr Glaubenskurs Am Zwölften: Reformation damals und heute, 75 min Fragen und Antworten zur Reformationsgeschichte im Gemeindehaus, bei gutem Wetter im Hugenottengarten
Der Glaubenskurs ist öffentlich, jeder kann dabei sein.
 

Teil 4 // 19:30 Uhr
Ausklang des Tages bei gutem Wetter am Lagerfeuer im Hugenottengarten
 

Anmeldung:

  bis 1. September über die Gemeindepfarrer,
  bitte angeben: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4

 

 

 

  Gemeindeversammlung - Kirchenjubiläum, Häupterversammlung

 

 

Mittwoch

23. September 2015

18 - 20 Uhr

anschließend: Ausklang auf der Empore

in der

Französischen Kirche

anläßlich

der

Eröffnung unserer Kirche

am

23.September 1753

 

Die Häupterversammlung (früher Assemblée des Chefs de familles) ist einer Art Jahreshaupt-versammlung der Gemeinde mit kurzweiligen Berichten aus den verschiedenen Gruppen und Bereichen der Gemeindearbeit

Chormusik
Begrüßung und Gebet
Bericht des Presbyteriums
Begrüßung neuer Gemeindemitglieder
Einführung in neue Ämter
Dank an Ehrenamtliche
Bericht aus dem reformierten Kirchenkreis und dem landeskirchlichen Reformprozess
Gemeindegruppen Finanzen, Bericht
Bericht Kollektenentwicklung
 

Rückfragen und Planungen für Gemeindeberatungen

Einladung zu weiteren Gesprächen auf der Empore nach 20 Uhr

Abschluss mit Lied, Gebet und Segen

 


 

Schwimmt nicht mit dem Strom (Brief an die Römer 12,2a) - Bericht von der letzen Häupterversammlung

Meistens habe ich mit festlichen Anlässen so meine Schwierigkeiten und fühle mich ein wenig unsicher, aber als ich am Dienstagabend um 18 Uhr in unsere Kirche trat, die festlichen Tische und die vielen Menschen darum herum versammelt sah, war das ein sehr schöner, erhebender Anblick. Mit Beginn der Häupterversammlung genoss ich es, einfach den Blick umherschweifen zu lassen und zu sehen: wie vielfältig und bunt unsere Gemeinde ist. Überhaupt, wie viele aktive, engagierte, interessierte Menschen in unserer Gemeinde zusammenkommen. Wie wohltuend, viele vertraute Gesichter zu sehen, aber auch manches neue, bisher ungekannte Gesicht zu entdecken.

Das Besondere dieses Abends war mit allen Sinnen zu spüren: die ehrfurchtsvolle, andächtige Atmosphäre von Klaviermusik, dem Glaubensbekenntnis von La Rochelle, den Weisheiten aus dem Römerbrief und Dankesworten. Und zugleich die Anwesenheit klarer, scharfsinniger, nüchterner Gedanken in den Berichten zum Mitgliederstand, den Finanzen und dem perspektivischen Ausblick.

Ich bin noch immer beeindruckt von dem Mut, mit dem sich unsere Gemeinde auf die Suche nach neuen Formen einlässt – wahrlich reformiert Schwimmt nicht mit dem Strom (Rö.12,2 a) und sich reformierend.

Schon beim Eintreffen in der Kirche überraschte die ungewohnte Formation der Tische und weckte die erwartungsvolle, gespannte Frage: „Was erwartet mich/uns heute Abend?“ Auch unser Gast, Pfarrer Dr. Krebs, fasste diese eindrucksvolle Erfahrung zu Beginn seiner Grußrede in bewegte und bewegende Worte. Es ist die gute Mischung aus Mut zu Neuem und des Festhaltens und Erinnerns an Bewährtes, wie es in der Confession de Foi zum Ausdruck kam, die ich an diesem Abend zum ersten Mal gelesen habe. Erstaunlich modern ist sie, ebenso zeitlos und zeitgerecht zugleich wie auch die Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache.

Schön aber auch, dass nicht alles „perfekt“ organisiert war, sondern Mitdenken und Mitmachen gefragt waren beim Austausch der Speisen und Getränke.

Insgesamt war diese Häupterversammlung aus meiner Sicht ein schönes Gegenstück zum Fernsehgottesdienst zu Beginn des Jahres: dort die Ausstrahlung nach außen, hier die Ausstrahlung nach innen. Beides sind hoffentlich gemeinschaftliche Erfahrungen, die uns auch Kraft geben, wenn schwierige Phasen durchzustehen sind.  Krister Volkmann

 

 

   

 

   

 

 

 

 

  Ester-Fest

 

 

Samstag

7.November 2015

18 - 22 Uhr

in der

Französischen Kirche

 

Das Ester-Fest, stets Anfang November gefeiert, ist schon viele Jahre ein Höhepunkt im Gemeindeleben. Unsere Kirche erwies sich stets wie geschaffen dafür.

Zuerst wird das biblische Buch Ester - immer wieder neu inszeniert - möglichst originalgetreu vorgetragen.

Danach schwelgen wir an der üppigen Estertafel und tanzen in großen Reigen.

Diese Gemeindetradition, die auch schon andere von uns übernommen haben, ging vor vielen Jahren aus einem unserer  Bibelseminare , damals über das Buch Ester, hervor.

 

Vorbereitungstermine

 

Und noch was

Bitte Rasselinstrumente mitbringen: bei HAMAN wird immer gerasselt.

Wer etwas Schönes zum Essen mitbringen möchte, kann das gerne tun. Die Speisen werden mit fantasievollen bezeichnet mit Namen, die in der Geschichte vorkommen: Bigthangs Giftmischung, Esters Liebesperlen, Waschtis Courage-Snacks, Mordechais Kraftklopse, usw.

Wir freuen uns über Spenden von 5-10 Euro.

Hier die Textfassung, nach der wir dann spielen .

Für Erwachsene und Jugendliche, die die Geschichte zum ersten mal hören, haben wir ein paar Verstehens- und Interpretationshilfen zusammengestellt .

 

Wie soll das Fest nun vorbereitet werden ?

Für Neueinsteiger:  Die Geschichte steht in der Bibel, ein Buch im AT mit nur 10 Kapiteln.
Lest die Haupthandlung am besten zuerst in einer Kinderbibel, dann in der Guten Nachricht, dann vielleicht bei Luther, in der Zürcher oder Elberfelder Übersetzung.
Wenn man die Handlung einigermaßen kennt, braucht man ja nur noch alles zu überfliegen.

Gespielt wird der Text, wie wir ihn seit über 10 Jahren kennen.

Es wäre schön, wenn alle mitmachen können.

Musik:  fragt doch mal unter allen Jugendlichen rum.
Erzählerinnen:  fragt Luise,  Almut ... vielleicht machen die auch mit.
Scheinwerfer?:  Wer hat einen Draht zum Theater wegen einem Verfolger (das ist ein Scheinwerfer, mit dem man gut verfolgen kann) ? -- Das war doch in den letzten Jahren sehr gut, nicht ?

 

Verstehens- und Interpretationshilfen

Der Name Ester

Der Name ESTER heißt im Persischen „strahlender Stern“ und ist in Babylon der Name der Liebesgöttin „Ishtar“, die man im Morgenstern der Venus sieht. Aber hebräisch gehört, heißt ESTER: „ich bleibe verborgen“. Und diese Verborgenheit bezieht sich auf die jüdische Überlieferung – auf Gott. ... Die Welt versucht ohne IHN zu leben und als Folge davon, SEIN Volk zu töten. Aber sie kann es nicht! Dies ist das Geheimnis des verborgen bleibenden und dennoch dieser Welt einwohnenden Gottes.

Brigitte Fuhrmann

Ester - eine Königin rettet ihr Volk

So hat ESTER ihr Volk gerettet: mutig und listig und unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens. Und Israel hat ihr das nie vergessen! Durch die Jahrhunderte der Verfolgung hindurch bis auf den heutigen Tag feiert man unter Juden jährlich zu ihrem Gedächtnis ein ausgelassenes Freudenfest – das „Los“-Fest oder Purim genannt. Man beschenkt sich gegenseitig, die Kinder verkleiden sich, und jeder jüdische Mann soll so viel trinken, daß er nicht mehr unterscheiden kann zwischen „verdammt sei Haman“ und „gepriesen sei Mordechai“. Ich habe bei der Geschichte von Ester oft lächeln müssen, vor allem am Anfang, ich habe gestaunt über die glücklichen Fügungen, die berichtet werden, aber ich habe auch voller Traurigkeit gewünscht, es hätte noch öfter eine Ester gegeben, um das jüdische Volk vor Verfolgung und Vernichtung - auch durch die christlichen Hamans – zu bewahren.

Sylvia Bukowski

Auszug

.......

Memuchan, Berater des Königs:  Bedenkt, wenn sich Königin Vaschtis Verweigerung herumspricht. - Würden da nicht alle Frauen denken:
„Was die Königin kann, das kann ich auch!“ ?
Bedenkt weiter, welche Frau würde noch tun, was ihr Mann fordert?
Mir scheint, es bleibt nur, euch von der Königin zu trennen und eine andere Frau zu nehmen. Laßt alle Welt wissen, daß man nicht ungestraft eurem Befehl widerspricht.

Haman:  Großer König, es gibt ein Volk, zerstreut und abgesondert unter allen Völkern in allen Ländern deines Reiches. Ihr Gesetz ist anders als das aller Völker, und sie tun nicht nach des Königs Gesetzen. Es ziemt dem König nicht, sie gewähren zu lassen. Gefällt es dem König, so lasse er schreiben, daß man sie umbringe.
Nebenbei gesagt, ich schätze, daß wir dadurch 10.000 Ztn. Silber in die Schatzkammer bekommen.

Mordechai:  Denke nicht, daß du allein von allen Juden dein Leben retten wirst, nur weil du im Palast lebst. Denn wenn du jetzt schweigst, so wird Hilfe und Rettung für die Juden von anderem Ort her kommen, du aber und deines Vaters Haus werden umkommen. Und, wer weiß, ob du nicht nur Königin geworden bist, um dein Volk zu retten ?

Ester:  Also gut. Geh‘ hin und versammele alle Juden in Susa und fastet 3 Tage für mich. 3 Tage lang sollt ihr nicht essen und nicht trinken, weder Tag noch Nacht. Auch ich und meine Dienerinnen wollen fasten.
Und dann will ich zum König gehen. Komme ich um, so komme ich um.

.........

Hier die Textfassung, nach der wir dann spielen .

 

 

 

Réfuge-Fest

 

Das Réfuge-Fest erinnert an die Unterzeichnung des Edikt von Potsdam durch den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm.

Das famose Edikt - heute müßte es Einwanderungsgesetz genannt werden - war eine Voraussetzung für die Einwanderung vieler Tausend Hugenotten nach Brandenburg, mithin die Voraussetzung für die Gründung unserer Gemeinde. Das soll nicht vergessen werden.

In den letzten Jahren feiern wir dieses Fest gemeinsam mit dem Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt.

 

 

 

   

 

   

 

Stand: 31. August 2016

 

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